Rekordtrockenheit im Strudengau: Nur 47 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge

STRUDENGAU. Nicht nur bei den Temperaturen erleben wir derzeit außergewöhnliche Verhältnisse. Auch beim Niederschlag entwickelt sich das Jahr 2026 immer mehr zu einem Extremjahr. In Pabneukirchen ist seit Jahresbeginn so wenig Niederschlag gefallen wie noch nie zuvor im vergleichbaren Zeitraum seit Beginn der Messungen. Die Folgen der monatelangen Trockenheit sind mittlerweile in der gesamten Region deutlich sichtbar.

Mehr als 300 Liter Niederschlag fehlen bereits

Von Jänner bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden an der Wetterstation Pabneukirchen lediglich 272,6 Millimeter Niederschlag gemessen. Im langjährigen Mittel wären bis jetzt rund 577,6 Millimeter zu erwarten.

Damit sind heuer gerade einmal 47 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge gefallen. Anders ausgedrückt: Es fehlen bereits rund 305 Millimeter bzw. Liter Wasser pro Quadratmeter.

„Ein derart großes Niederschlagsdefizit gab es in Pabneukirchen zum bisherigen Jahresverlauf seit Messbeginn noch nicht.“ so Peter Schuhbauer vom Onlineportal Strudengauwetter.

Ein ähnlich trockenes Jahr findet sich zuletzt 1971 in den Aufzeichnungen. Damals wurden im entsprechenden Vergleichszeitraum rund 296 Millimeter registriert. Allerdings lag der Schwerpunkt der Trockenheit damals vor allem in den Winter- und Frühjahrsmonaten.

2026 ist die Situation besonders problematisch, weil nun auch die normalerweise niederschlagsreicheren Sommermonate massiv auslassen.

Juli brachte gerade einmal 11,8 Millimeter

Besonders extrem war der Juli. Im gesamten Monat wurden in Pabneukirchen lediglich 11,8 Millimeter Niederschlag gemessen. Gewitter brachten zwar punktuell größere Regenmengen, diese waren jedoch räumlich extrem begrenzt.

Das zeigte sich auch zuletzt eindrucksvoll: Während durch nahezu ortsfeste Gewitter westlich von Unterweißenbach und im angrenzenden Waldviertel örtlich enorme Regenmengen zusammenkamen, blieben große Teile des Strudengaus nahezu trocken.

Genau darin liegt derzeit eines der größten Probleme. Ein Gewitter mit 30, 50 oder mehr Litern pro Quadratmeter an einem einzelnen Ort kann das großräumige Niederschlagsdefizit nicht ausgleichen. Wenige Kilometer entfernt fällt oftmals überhaupt kein Regen.

Die Landschaft zeigt bereits deutliche Dürreschäden

Mittlerweile braucht man keine Wetterstatistik mehr, um die außergewöhnliche Trockenheit zu erkennen. Ein Blick in die Landschaft genügt.

Viele Wiesen sind braun und ausgedörrt und erinnern farblich teilweise eher an abgeerntete Ackerflächen als an Grünland. Auch zahlreiche Laubbäume reagieren bereits auf den massiven Trockenstress. Blätter verfärben sich braun oder gelb und werden teilweise vorzeitig abgeworfen. Stellenweise entsteht dadurch mitten im August bereits ein Bild, das eher an den Oktober erinnert.

Dabei handelt es sich nicht um einen normalen frühen Herbstbeginn. Die Pflanzen versuchen durch das vorzeitige Abwerfen oder Verfärben der Blätter ihren Wasserverbrauch zu reduzieren.

Auch beim Mais ist der Trockenstress vielerorts deutlich sichtbar. Die Pflanzen rollen ihre Blätter ein, um die Verdunstungsfläche zu reduzieren. Bleibt der dringend benötigte Regen weiterhin aus, sind entsprechende Auswirkungen auf Wachstum und Ertrag zu erwarten.

Bäche und Flüsse auf außergewöhnlich niedrigem Niveau

Besonders deutlich wird das Niederschlagsdefizit auch an unseren Gewässern. Zahlreiche kleinere Bäche führen nur noch sehr wenig Wasser, manche Abschnitte sind bereits vollständig ausgetrocknet.

Ein Beispiel dafür ist die Gusen bei Langenstein, wo Abschnitte aufgrund der anhaltenden Trockenheit zeitweise kaum mehr beziehungsweise kein Wasser führen.

Auch die niedrigen Grundwasserstände werden zunehmend zum Problem. Gerade bei privaten Brunnen und kleineren Wasserversorgungen kann eine länger anhaltende Trockenperiode zu Schwierigkeiten führen.

Landwirtschaft zunehmend unter Druck

Besonders kritisch ist die Situation für die Landwirtschaft. Grünlandflächen leiden massiv unter dem Wassermangel. Wo die Grasnarbe bereits stark vertrocknet ist, reicht ein einzelner kräftiger Regenguss nicht aus, um die Situation wieder zu normalisieren.

Selbst wenn jetzt mehrere Tage flächendeckender Landregen einsetzen würden, dürften sich stark geschädigte Wiesen nur langsam und teilweise für die heurige Vegetationsperiode kaum noch vollständig erholen.

Damit könnte die Trockenheit zunehmend auch zu einem Futterproblem für landwirtschaftliche Betriebe werden. Weitere Wochen ohne nennenswerten Niederschlag würden die Situation entsprechend verschärfen.

Hohe Wald- und Flurbrandgefahr

Ein weiteres Problem ist die derzeit hohe Wald- und Flurbrandgefahr. Ausgetrocknete Wiesen, Waldböden und Vegetation können sich wesentlich leichter entzünden. Mit jedem weiteren heißen und trockenen Tag nimmt die Gefahr weiter zu.

Besondere Vorsicht ist deshalb im Umgang mit offenem Feuer und anderen möglichen Zündquellen geboten.

Wettermodelle machen derzeit wenig Hoffnung

Und wie geht es weiter? Leider zeigen die aktuellen Modellberechnungen vorerst keine nachhaltige Entspannung.

Sowohl das europäische ECMWF-Modell als auch das amerikanische GFS-Modell berechnen nach aktuellem Stand bis zumindest etwa 25. August nur geringe Niederschlagsmengen für unsere Region.

Natürlich sind Prognosen über einen derart langen Zeitraum mit großen Unsicherheiten verbunden. Der derzeit erkennbare Trend ist allerdings ungünstig: Statt länger anhaltendem, flächendeckendem Landregen werden weiterhin eher lokale Gewitter und regional begrenzte Regenschauer gerechnet.

Genau diese Niederschlagsform hilft bei einem derart großen Defizit nur bedingt. Während ein Ort innerhalb kurzer Zeit große Regenmengen erhalten kann, bleibt es wenige Kilometer weiter vollkommen trocken.

Ein außergewöhnliches Wetterjahr

Nach den historischen Temperaturrekorden der vergangenen Tage entwickelt sich 2026 damit auch beim Niederschlag zu einem außergewöhnlichen Jahr.

272,6 Millimeter statt normalerweise 577,6 Millimeter – gerade einmal 47 Prozent des üblichen Niederschlags sind bisher gefallen. Wenn sich der trockene Witterungsverlauf auch in der zweiten Augusthälfte fortsetzt, dürfte sich die Lage in Landwirtschaft, Natur und bei den Gewässern weiter verschärfen.

Was unsere Region jetzt dringend benötigen würde, wären mehrere Tage mit ruhigem, flächendeckendem und ergiebigem Landregen. Genau dieser ist derzeit allerdings weiterhin nicht in Sicht.

Bericht & Wetterdaten: Strudengauwetter

Historischer Hitzetag: Österreich knackt erstmals die 41-Grad-Marke – auch Pabneukirchen mit neuem Temperaturrekord

STRUDENGAU/PABNEUKIRCHEN. Der 4. August 2026 wird als historischer Tag in die österreichische Wettergeschichte eingehen. Noch nie seit Beginn der Messungen vor über 259 Jahren wurden in Österreich derart hohe Temperaturen registriert. Erstmals wurde an einer offiziellen Wetterstation die 40-Grad-Marke deutlich überschritten.

Mit 41,0 Grad in Wien-Stammersdorf wurde der bisherige österreichische Temperaturrekord von 40,5 Grad, gemessen am 8. August 2013 in Bad Deutsch-Altenburg, übertroffen. Insgesamt registrierte die GeoSphere Austria an neun offiziellen Wetterstationen Temperaturen von über 40 Grad.

Auch Pabneukirchen schreibt Wettergeschichte

Nicht nur österreichweit, sondern auch im unteren Mühlviertel wurden neue Rekorde aufgestellt. An der Wetterstation in Pabneukirchen wurden am Dienstag um 16:49 Uhr exakt 37,8 Grad gemessen. Damit wurde der bisherige Stationsrekord von 37,5 Grad, der seit dem 5. Juli 1950 Bestand hatte, übertroffen.

Besonders bemerkenswert: Drei der vier heißesten Tage seit Messbeginn im Jahr 1946 wurden innerhalb der vergangenen fünf Tage gemessen. Ein deutlicher Hinweis darauf, wie außergewöhnlich intensiv diese Hitzewelle ausfiel.

Regional vielerorts knapp 40 Grad

Auch zahlreiche private Wetterstationen im Bezirk Perg registrierten außergewöhnlich hohe Temperaturen. Entlang des Donauraums wurden unter anderem in Perg, Mitterkirchen und Baumgartenberg Höchstwerte um 40 Grad knapp 41 Grad gemessen.

Zusätzlich sorgten verbreitete Tropennächte mit Tiefstwerten von über 20 Grad, örtlich sogar über 25 Grad, dafür, dass sich Gebäude und Böden kaum mehr abkühlen konnten. Die Hitzebelastung war dadurch sowohl tagsüber als auch in den Nachtstunden außergewöhnlich hoch.

Trockenheit verschärft sich weiter

Neben den Rekordtemperaturen bereitet vor allem die anhaltende Trockenheit zunehmend Sorgen. Ein flächendeckender Landregen blieb in den vergangenen Wochen aus. Die Böden trocknen immer weiter aus, die Wald- und Flurbrandgefahr befindet sich auf einem hohen Niveau und auch in der Landwirtschaft werden die Auswirkungen immer deutlicher sichtbar.

Juli 2026 – Rekordsonne, extreme Trockenheit und einer der heißesten Juli seit Messbeginn

Der Juli 2026 war im Strudengau ein Monat der Extreme. Er verlief außergewöhnlich trocken, so sonnig wie noch nie zuvor und zählte zu den wärmsten Julimonaten der Messgeschichte. Mit nur 11,8 mm Niederschlag wurde der bisher trockenste Juli seit Messbeginn 1946 mit großem Abstand registriert. Gleichzeitig sorgten 335,1 Sonnenstunden für einen neuen Rekord bei der Sonnenscheindauer.

Zum Monatsende erreichte die Hitze ihren Höhepunkt: Am 31. Juli wurden 37,2 °C gemessen – die zweithöchste Temperatur, die jemals in Pabneukirchen aufgezeichnet wurde. Heißer war es nur am 5. Juli 1950 mit 37,5 °C. Mit einer Durchschnittstemperatur von 20,6 °C belegt der Juli 2026 gemeinsam mit den Jahren 1995 und 2024 Platz 4 der wärmsten Julimonate seit Beginn der Aufzeichnungen.


☁️ Wetterrückblick Juli 2026 – Strudengau

🌡️ Temperaturen

  • Durchschnittstemperatur: 20,6 °C
    (+1,4 °C über dem Mittel 1991–2020)
  • Höchstwert: 37,2 °C (am 31. Juli)
  • Tiefstwert: 8,3 °C (am 24. Juli)
  • Einordnung:
    ▪️ 4.-wärmster Juli seit Messbeginn 1946 (gemeinsam mit 1995 und 2024)
    ▪️ Zweithöchste jemals gemessene Temperatur in Pabneukirchen

🌧️ Niederschlag

  • Gesamtniederschlag: 11,8 mm
    (–99,4 mm = nur 11 % des Klimamittels)
  • Max. Tagesniederschlag: 4,8 mm (am 8. Juli)
  • Einordnung:
    ▪️ Trockenster Juli seit Messbeginn 1946 – mit großem Abstand

☀️ Sonnenstunden

  • 335,1 Sonnenstunden
    (+90,1 Stunden = 137 % des Solls)
  • Einordnung:
    ▪️ Sonnigster Juli seit Messbeginn

⛈️ Besondere Wettertage

  • Gewittertage: 2
  • Sommertage (≥ 25 °C): 17
  • Hitzetage (≥ 30 °C): 6

📍 Bericht & Datenquelle:
(c) Strudengauwetter – Wetterstation Pabneukirchen

 

Juni 2026 – Rekordhitze, außergewöhnlich sonnig und einer der wärmsten seit Messbeginn

Der Juni 2026 war im Strudengau ein Monat der Superlative. Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,9 °C war er der drittwärmste Juni seit Messbeginn 1946 – nur die Jahre 2019 (21,3 °C) und 2003 (20,1 °C) verliefen noch wärmer. Besonders die ausgeprägte Hitzewelle im letzten Monatsdrittel ließ die Temperaturen auf Rekordniveau steigen. Am 28. Juni wurden 36,0 °C gemessen – die höchste jemals registrierte Junitemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen. Seit 1946 wurde überhaupt nur dreimal eine höhere Temperatur gemessen, der Rekord liegt bei 37,5 °C im Juli 1950.

Auch die Sonne zeigte sich außergewöhnlich häufig. Mit 304,2 Sonnenstunden zählt der Juni 2026 zum fünftsonnigsten Juni seit Messbeginn. Trotz zahlreicher Gewitter zum Monatsende erreichte der Niederschlag nahezu das langjährige Mittel. Die anhaltende Hitzewelle sorgte jedoch für doppelt so viele Hitzetage wie in einem durchschnittlichen Juni.


☁️ Wetterrückblick Juni 2026 – Strudengau

🌡️ Temperaturen

  • Durchschnittstemperatur: 19,9 °C
    (+2,3 °C über dem Mittel 1991–2020)
  • Höchstwert: 36,0 °C (am 28. Juni)
  • Tiefstwert: 6,8 °C (am 12. Juni)
  • Einordnung:
    ▪️ 3.-wärmster Juni seit Messbeginn 1946
    ▪️ Höchste jemals gemessene Junitemperatur (36,0 °C)

🌧️ Niederschlag

  • Gesamtniederschlag: 94,2 mm
    (–5,9 mm = 94 % des Klimamittels)
  • Max. Tagesniederschlag: 21,8 mm (am 3. Juni)

☀️ Sonnenstunden

  • 304,2 Sonnenstunden
    (+73,2 Stunden = 132 % des Solls)
  • Einordnung:
    ▪️ 5.-sonnigster Juni seit Messbeginn

⛈️ Besondere Wettertage

  • Gewittertage: 7
  • Graupeltage: 1
  • Sommertage (≥ 25 °C): 16
  • Hitzetage (≥ 30 °C): 10
    ▪️ Doppelt so viele Hitzetage wie in einem durchschnittlichen Juni

📍 Bericht & Datenquelle:
(c) Strudengauwetter – Wetterstation Pabneukirchen

Meteorologischer Frühling 2026 – Rekordsonne, große Trockenheit und deutlich zu warm

Der meteorologische Frühling 2026 (März bis Mai) war im Strudengau von außergewöhnlich viel Sonnenschein, anhaltender Trockenheit und überdurchschnittlichen Temperaturen geprägt. Besonders die Monate März und April verliefen extrem trocken, während der Mai trotz kräftiger Gewitter zum Monatsende ebenfalls unter dem Niederschlagsmittel blieb. Insgesamt zählt der Frühling 2026 zu den markantesten der vergangenen Jahrzehnte.

🌡️ Temperatur

Mit einer durchschnittlichen Frühlingstemperatur von 10,4 °C lag der Frühling rund 1,4 °C über dem Klimamittel 1991–2020. Alle drei Monate verliefen zu warm, besonders der Mai fiel deutlich überdurchschnittlich aus.

  • Höchste Temperatur: 31,1 °C (26. Mai)
  • Tiefste Temperatur: –1,0 °C (30. April)
  • Frosttage: 3
  • Sommertage (≥ 25 °C): 10
  • Hitzetage (≥ 30 °C): 1

Der Frühling brachte bereits Ende Mai den ersten Hitzetag des Jahres und einen frühen Vorgeschmack auf den Sommer.


🌧️ Niederschlag

Mit insgesamt nur 100,4 mm Niederschlag fielen im Frühling lediglich rund 48 % des üblichen Niederschlags. Gegenüber dem langjährigen Mittel fehlten etwa 103,8 mm Regen.

  • März: 10,4 mm
  • April: 13,0 mm
  • Mai: 77,0 mm

Besonders bemerkenswert war die anhaltende Trockenheit im März und April. Erst die Gewitter und Unwetter zum Monatsende im Mai brachten größere Niederschlagsmengen. Trotzdem blieb der Frühling insgesamt deutlich zu trocken und führte regional zu Problemen bei der Wasserversorgung.


☀️ Sonnenstunden

Der Frühling 2026 war außergewöhnlich sonnig. Insgesamt wurden 770,1 Sonnenstunden registriert. Das entspricht rund 140 % des langjährigen Mittels.

  • März: 200,7 Stunden
  • April: 255,6 Stunden
  • Mai: 313,8 Stunden

Besonders hervorzuheben:

  • 3.-sonnigster März seit Messbeginn
  • 3.-sonnigster April seit Messbeginn
  • Sonnigster Mai seit Messbeginn 1946

⛈️ Besondere Wettertage

  • Nebeltage: 10
  • Gewittertage: 4
  • Graupeltage: 2

Trotz der Trockenheit kam es vor allem Ende Mai zu mehreren kräftigen Gewittern und lokalen Unwettern.


Fazit

Der meteorologische Frühling 2026 geht im Strudengau als außergewöhnlich sonnig, deutlich zu warm und sehr trocken in die Wetterstatistik ein. Die Trockenheit erreichte insbesondere im März und April extreme Ausmaße und setzte die bereits seit 2025 bestehende Niederschlagsarmut fort. Gleichzeitig sorgten Rekordwerte bei der Sonnenscheindauer und frühsommerliche Temperaturen für einen der markantesten Frühlinge der jüngeren Messgeschichte.

📍 Bericht & Datenquelle:
(c) Strudengauwetter – Wetterstation Pabneukirchen

Auffällige Wolkenstruktur bei Dimbach während der Gewitterfront

Über Dimbach wurde am 31. Mai 2026 gegen 16:23 Uhr eine markante abgesenkte Wolkenstruktur beobachtet. Nach bisherigen Informationen könnte es sich um eine Funnel Cloud bzw. eine rotierende Wall Cloud gehandelt haben. Ob tatsächlich ein Bodenkontakt bestand und somit ein Tornado vorlag, lässt sich derzeit nicht bestätigen.

Die Gewitterfront brachte allgemein eine enorme Dynamik mit sich. Neben Hagel und Starkregen wurden in Burgstall sowie Dimbach/Gassen orkanartige Böen von bis zu 113 km/h gemessen.

Solltet ihr die Wolkenstruktur ebenfalls beobachtet haben oder über weitere Fotos, Videos oder Informationen verfügen, freuen wir uns über eure Zusendungen. Besonders interessant sind Beobachtungen zu möglicher Rotation am Boden oder etwaigen Schäden.

📸 Danke an Christoph Hader für das Foto und an alle, die uns laufend Bilder, Videos und Messwerte übermitteln

Mai 2026 – Rekordsonne, große Wärme und Trockenheit prägen den Wonnemonat

Der Mai 2026 war im Strudengau ein außergewöhnlicher Monat. Mit einer Durchschnittstemperatur von 15,2 °C war er der wärmste Mai seit 2018 und belegt Platz 6 der wärmsten Mai-Monate seit Messbeginn 1946. Gleichzeitig wurde mit 313,8 Sonnenstunden ein neuer Rekord aufgestellt – noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen war ein Mai sonniger.

Trotz eines sehr nassen Monatsendes verlief der Mai insgesamt etwas zu trocken. Besonders bemerkenswert: Rund zwei Drittel des gesamten Monatsniederschlags fielen erst in den letzten Tagen des Monats durch kräftige Gewitter und Unwetter. Die langanhaltende Trockenheit führte regional bereits zu Problemen bei der Wasserversorgung. Neben viel Sonnenschein brachte der Monat auch den ersten Hitzetag des Jahres mit Temperaturen über 30 Grad.


☁️ Wetterrückblick Mai 2026 – Strudengau

🌡️ Temperaturen

  • Durchschnittstemperatur: 15,2 °C
    (+1,9 °C über dem Mittel 1991–2020)
  • Höchstwert: 31,1 °C (am 26. Mai)
  • Tiefstwert: 2,3 °C (am 13. Mai)
  • Einordnung:
    ▪️ Wärmster Mai seit 2018
    ▪️ 6.-wärmster Mai seit Messbeginn 1946

🌧️ Niederschlag

  • Gesamtniederschlag: 77 mm
    (–14 mm = 85 % des Klimamittels)
  • Max. Tagesniederschlag: 27,8 mm (am 30. Mai)
  • Besonderheit:
    ▪️ Rund zwei Drittel des Monatsniederschlags fielen erst zum Monatsende durch Gewitter und Unwetter.
    ▪️ Trotz der Niederschläge blieb die Trockenheit vielerorts ein Thema.

☀️ Sonnenstunden

  • 313,8 Sonnenstunden
    (+89,8 Stunden = 140 % des Solls)
  • Einordnung:
    ▪️ Sonnigster Mai seit Messbeginn 1946

⛈️ Besondere Wettertage

  • Gewittertage: 3
  • Graupeltage: 1
  • Sommertage (≥ 25 °C): 10
  • Hitzetage (≥ 30 °C): 1

📍 Bericht & Datenquelle:
(c) Strudengauwetter – Wetterstation Pabneukirchen

 

Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen am 30. Mai 2026

⛈️⚡ Wetterbilanz des Gewittertages am 30. Mai 2026

Mehrere kräftige Gewitterzellen zogen am Nachmittag des 30. Mai 2026 über Teile des unteren Mühlviertels hinweg. Dabei kam es lokal zu intensivem Starkregen, Hagel mit bis zu 2 cm Korngröße sowie Sturmböen von bis zu 80 km/h 🌧️🧊🌬️

Besonders betroffen war ein Streifen von:
📍 Pabneukirchen
📍 Bad Kreuzen
📍 Grein
📍 Dimbach
📍 Waldhausen

Die größten gemessenen Niederschlagsmengen:

🌧️ 56,6 mm Bad Kreuzen / Kollroßdorf
🌧️ 55,0 mm Pabneukirchen / Obereisendorf
🌧️ 52,2 mm Waldhausen / Zeithofer
🌧️ 50,6 mm Bad Kreuzen
🌧️ 39,6 mm Grein / Ponegger

🚒 Auch die Feuerwehren standen im Einsatz. Gemeldet wurden unter anderem Vermurungen, Überflutungen und umgestürzte Bäume in Grein, St. Georgen am Walde, Allerheiligen, Perg und Waldhausen.

April 2026 – Sehr trocken, außergewöhnlich sonnig und leicht zu warm im Strudengau

Der April 2026 zeigte sich im Strudengau von einer ungewöhnlichen Seite. Der Monat verlief sehr trocken, außergewöhnlich sonnig und insgesamt leicht zu warm. Mit nur 13 mm Niederschlag zählt er zu den trockensten Aprilmonaten seit Messbeginn 1946 (Platz 6). Gleichzeitig wurde mit 255,6 Sonnenstunden der drittsonnigste April der Messgeschichte verzeichnet.

Trotz der dominierenden stabilen Wetterlage gab es vereinzelt auch typische Aprilerscheinungen wie kurze Gewitter, Graupel sowie einzelne Frostnächte zum Monatsende.


☁️ Wetterrückblick April 2026 – Strudengau

🌡️ Temperaturen

  • Durchschnittstemperatur: 9,5 °C
    (+0,6 °C über dem Mittel 1991–2020)
  • Höchstwert: 21,2 °C (am 10. April)
  • Tiefstwert: –1,0 °C (am 30. April)
  • Frosttage: 3

🌧️ Niederschlag

  • Gesamtniederschlag: 13 mm
    (–37,7 mm = nur 26 % des Klimamittels)
  • Max. Tagesniederschlag: 8 mm (am 10. April)
  • Einordnung:
    ▪️ 6.-trockenster April seit 1946

☀️ Sonnenstunden

  • 255,6 Sonnenstunden
    (+65,6 Stunden = 135 % des Solls)
  • Einordnung:
    ▪️ 3.-sonnigster April seit Messbeginn

🌫️ Besondere Wettertage

  • Nebeltage: 7
  • Gewittertage: 1
  • Graupeltage: 1

📍 Bericht & Datenquelle:
(c) Strudengauwetter – Wetterstation Pabneukirchen

 

März 2026 – Extrem trocken, außergewöhnlich sonnig und deutlich zu warm im Strudengau

Der März 2026 stach im Strudengau deutlich aus der Klimareihe hervor. Der Monat verlief extrem trocken, außergewöhnlich sonnig und deutlich zu warm. Mit einer Durchschnittstemperatur von 6,4 °C zählt er zu den wärmsten Märzmonaten seit Messbeginn und liegt auf Platz 5, gleichauf mit den Jahren 1981, 2012 und 2025.

Besonders auffällig war die anhaltende Trockenheit: Mit nur 10,4 mm Niederschlag war es der zweit trockenste März seit Messbeginn 1946, nur 2022 war noch trockener. Gleichzeitig zeigte sich die Sonne außergewöhnlich häufig, der Monat belegte Platz 3 der sonnigsten Märzmonate. Auch die milden Nächte stachen hervor: Es wurde das wärmste März-Temperaturminimum seit Messbeginn verzeichnet.

☁️ Wetterrückblick März 2026 – Strudengau

🌡️ Temperaturen

  • Durchschnittstemperatur: 6,4 °C
    (+1,8 °C über dem Mittel 1991–2020)
  • Höchstwert: 16,6 °C (am 10. März)
  • Tiefstwert: 0,4 °C (am 28. März)
  • Einordnung:
    ▪️ Platz 5 der wärmsten Märzmonate seit 1946
    ▪️ Wärmstes März-Temperaturminimum seit Messbeginn

🌧️ Niederschlag

  • Gesamtniederschlag: 10,4 mm
    (–57,9 mm = nur 15 % des Klimamittels)
  • Max. Tagesniederschlag: 5,4 mm (am 25. März)
  • Einordnung:
    ▪️ 2.-trockenster März seit Messbeginn
    ▪️ Nur 2022 war trockener (9,8 mm)

☀️ Sonnenstunden

  • 200,7 Sonnenstunden
    (+63,7 Stunden = 147 % des Solls)
  • Einordnung:
    ▪️ 3.-sonnigster März seit Messbeginn

🌫️ Besondere Wettertage

  • Nebeltage: 3

📍 Bericht & Datenquelle:
(c) Strudengauwetter – Wetterstation Pabneukirchen