Das Wetterjahr 2025 sticht im Strudengau in mehrfacher Hinsicht deutlich aus der langjährigen Klimareihe hervor. Es war außergewöhnlich sonnig, sehr trocken und insgesamt leicht zu warm. Gleichzeitig verlief das Jahr ohne längere ausgeprägte Hitzephasen. Lange Perioden mit außergewöhnlich hohen Temperaturen blieben selten, vielmehr gab es, im Vergleich zum Klimamittel 1991–2020, immer wieder Zeitabschnitte mit unterdurchschnittlichen Temperaturen, insbesondere außerhalb der Sommermonate. In mehreren Klimakategorien nimmt 2025 Spitzenplätze in der regionalen Statistik seit Messbeginn 1946 ein.
Temperatur: Leicht zu warm mit markanten Extremen
Mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 9,7 °C lag das Jahr 0,3 °C über dem Klimamittel der Referenzperiode 1991–2020. Damit reiht sich 2025 auf Platz 9 der wärmsten Jahre seit Messbeginn 1946 ein.
Die höchste Temperatur des Jahres wurde am 2. Juli mit 33,9 °C gemessen und unterstrich die ausgeprägte sommerliche Hitzephase. Dem gegenüber stand ein markanter Kälteeinbruch im Spätherbst: Die tiefste Temperatur des Jahres trat am 23. November mit –9,2 °C auf.
Insgesamt zeigte sich das Jahr temperaturmäßig abwechslungsreich, mit häufigen Frostereignissen im Winterhalbjahr und einer hohen Anzahl an sommerlichen Hitzetagen.
Niederschlag: Eines der trockensten Jahre der Messgeschichte
Besonders auffällig war die extreme Trockenheit. Mit nur 616 mm Jahresniederschlag fielen rund 260 mm weniger als im langjährigen Mittel, was lediglich 70 % des üblichen Solls entspricht. Damit war 2025 das trockenste Jahr seit 2019 und belegt Platz 4 der trockensten Jahre seit Messbeginn 1946.
Die höchste Tagesniederschlagsmenge wurde am 8. Juni mit 19,4 mm gemessen. Längere, flächendeckende Regenphasen blieben über weite Teile des Jahres aus, was sich besonders im Sommer und Herbst bemerkbar machte.
Sonne: Rekordjahr seit Messbeginn
Ein herausragendes Merkmal des Jahres 2025 war die Sonnenscheindauer. Es war das sonnigste Jahr seit Beginn der Messungen. In nahezu allen Jahreszeiten, insbesondere im Frühjahr, Sommer und im extrem sonnigen Dezember, zeigte sich die Sonne überdurchschnittlich häufig.
Schnee: Insgesamt wenig, kurze Winterepisoden
Der Winter 2025 verlief insgesamt schneearm. Über das gesamte Jahr verteilt fielen 29 cm Neuschnee. Die höchste gemessene Schneehöhe betrug 6 cm am 25. November. Langanhaltende Schneedecken blieben aus, stattdessen dominierten kurze, unterbrochene Winterphasen.
Gewitter, Graupel und Nebel
Im Jahresverlauf wurden 23 Gewittertage registriert, überwiegend in den Sommermonaten. Zusätzlich kam es an 3 Tagen zu Graupelereignissen, wobei die Korngröße jeweils unter 0,5 cm lag.
Ein weiteres prägendes Element war der Nebel: Mit 58 Nebeltagen zeigte sich besonders das Herbst- und Winterhalbjahr häufig trüb, teils im starken Kontrast zur hohen Sonnenscheindauer in höheren Lagen.
Besondere Wettertage – Definitionen und Häufigkeit
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87 Frosttage
(Tiefsttemperatur unter 0 °C) -
12 Eistage
(Höchsttemperatur unter 0 °C) -
51 Sommertage
(Höchsttemperatur mindestens 25 °C) -
13 Tropentage
(Höchsttemperatur mindestens 30 °C)
Diese Verteilung unterstreicht die große thermische Spannweite des Jahres, von winterlicher Kälte bis hin zu ausgeprägter Sommerhitze.
Fazit
Das Wetterjahr 2025 geht im Strudengau als außergewöhnlich sonniges, sehr trockenes und leicht zu warmes Jahr in die Statistik ein. Rekorde bei der Sonnenscheindauer, extreme Niederschlagsdefizite und markante Temperaturgegensätze prägten das Jahr. Besonders die Kombination aus Rekordsonne und Trockenheit macht 2025 zu einem der bemerkenswertesten Wetterjahre seit Beginn der Aufzeichnungen.
📍 Bericht & Datenquelle:
(c) Strudengauwetter – Wetterstation Pabneukirchen
- (c) Birgit Schinnerl am 30. November 2025
- (c) Nikolas Schuhbauer am 13. November 2025
- (c) Peter Schuhbauer am 12. November 2025
- (c) Peter Schuhbauer am 05. November 2025
- Gewitter am 23.06.25 (c) Martin Mitterlehner
- (c) Martin Mitterlehner am 6. Jänner 2025 in Pabneukirchen






